Exhibitions

Zilla Leutenegger

It`ll End in Tears

January 18 - March 23, 2002

wir freuen uns, Sie/Euch herzlich zu Vernissage und Ausstellung von Zilla Leutenegger

einzuladen. Es ist dies die dritte Einzelausstellung der in Zürich lebenden, 1968

geborenen Künstlerin in der Galerie Peter Kilchmann.

Die Arbeiten von Zilla Leutenegger sind - wie sie selber sagt - „wie Fenster, die sie

manchmal öffnet, um andere in ihre romantische Welt hineinschauen zu lassen“ oder

„pour avoir des preuves de son existence sur terre“ („Le Monde“). Die Künstlerin

schlüpft fortwährend in neue Rollen, produziert sich als Pop-Star, Ballerina oder auch

kleines Mädchen. „Der Mann im Mond“, eine im Jahr 2001 entstandene Installation, in der

die Künstlerin die (männliche) Pissoir-Pose einnimmt, greift auf die Errungenschaften

feministischer Theoretikerinnen zurück. Für Leutenegger bedeutet die heutige Form der

Emanzipation keine Nivellierung der Geschlechter, sondern das Hervorheben der

einzelnen Qualitäten der beiden Geschlechter, die ebenbürtig nebeneinander existieren.

Für ihre neueste Einzelausstellung hat Zilla Leutenegger mehrere neue Arbeiten

geschaffen. Im kleinen Raum der Galerie zeigt sie vier Studien - Video-Zeichnungen zum

Thema Schlaf. Die ersten beiden stammen von Originalzeichnungen und wurden animiert.

Die letzteren beiden nehmen Videobilder zur Basis, die auf Zeichnungen reduziert

wurden. Es gibt jeweils eine Monitor- und eine Projektions-Version: weisser Strich auf

schwarzem Grund oder blauer Strich auf weissem Grund. Die – tonlose –

Bewegungsstudie trägt den Titel „odds for tonight“.

Im grossen Raum wird ihre neue Video-Installation „Forum Hotel“ zu sehen sein, eine

Übereck-Projektion mit zusätzlich 4 Monitoren für „Messages“. „Forum Hotel“ zeigt die

Kamera schwebend über Hügel und Krater fahrend. Die Kamera führt am „Forum Hotel“

vorbei, dem einzigen Haus in der Ödnis. Dort steht Zilla Leutenegger als Frau im Mond

auf dem Dach des Gebäudes und ruft suchend nach ihrer „Mama“, während hinter ihr

Mutter Erde auf und niedergeht.

Die Künstlerin war im vergangenen Jahr mit Arbeiten in Basel, Berlin, Hamburg, Karlsruhe,

London, Marseille, New York und Paris vertreten und wurde mit drei Auszeichnungen

bedacht: dem Kulturpreis des Kantons Graubünden, dem Werkstipendium der Stadt

Zürich sowie dem Studien- und Werkbeitrag des Kantons Zürich.